Immunsystem regulieren und stärken
Der beste Schutz, besser gesagt, die Grundlage für ein intaktes Immunsystem ist eine verträgliche, natürliche (nicht industrielle) Ernährung ohne künstliche Zusätze, ausreichend Bewegung und so wenig Stress wie möglich.
Wenn wir diese Punkte beachten, unterstützen wir automatisch das Immunsystem und stärken die Abwehrfunktion gegen krank machende Erreger, Bakterien, Viren und Pilze.
In Zeiten, wo das Immunsystem besonders gefordert wird, zbsp bei/nach Krankheiten und Medikamentengabe, Fellwechsel, stressigen, ungewohnten Situationen, nass-kaltem Wetter, Senioren- und Welpenalter...ist es sinnvoll, das Immunsystem zusätzlich zu unterstützen und zu stärken.
Hier sind ua Hagebutten(pulver), Knochenbrühe und Kolostrum eine wertvolle Ergänzung.
Zum Immunsystem gehören übrigens auch Haut und Fell, als erste Schutzbarriere gegen Krankheitserreger.
Ein gesunder Darm ist das A und O für ein intaktes Immunsystem ist, das ist wahrscheinlich mittlerweile jedem bekannt.
Ca 80% des Immunsystems sitzen im Darm. Haben wir hier ein Ungleichgewicht (Dysbiose) der Darmflora und /oder eine kaputte Darmbarriere, wird das Immunsystem permanent gestresst und es werden Entzündungs auslösende Stoffe wie Histamin in großer Menge ausgeschüttet. Hier spielt vor allem die Ernährung die entscheidende Rolle, mit der wir die Gesundheit der Darmschleimhaut und die guten Darmbakterien unterstützen und fördern.
Jetzt kommen wir zu den zwei "Merkmalen" für ein nicht intaktes Immunsystem, das so zusagen nicht in Balance ist.
Entweder ist das Immunsystem zu schwach, um krank machende "Eindringlinge" abzuwehren oder es reagiert über, dann sprechen wir von allergischen Symptomen.
Bei einem geschwächten Immunsystem können folgende Probleme auftauchen:
- Häufige oder immer wiederkehrende Infektionen (z. B. Atemwege, Haut)
- anfällig/ "interessant" für Parasiten (Zecken, Würmer, Giardien)
- Langsame Wundheilung nach Verletzungen oder Operationen
- Müdigkeit, Antriebslosikeit und Abgeschlagenheit
- Appetitlosigkeit oder Gewichtsverlust
- Hautprobleme wie Juckreiz, Schuppen oder Haarausfall
- Magen-Darm-Probleme wie Erbrechen oder Durchfall
Bei einem Immunsystem das über reagiert können sich folgende (allergische) Symptome zeigen:
- Starker Juckreiz, Lecken der Pfoten, Hautrötungen, Ekzeme, Fellverlust, trockene oder schuppige Haut
- Durchfall, Erbrechen, Blähungen, häufiger, wechselnder Stuhlgang oder vermehrtes Grasfressen( "Sodbrennen")
- Wiederkehrende Entzündungen (Ohren, Augen, Blase, Haut, Analdrüsen...)
- Augenausfluss, Tränenfluss
- Niesen, Husten, Atemgeräusche (bei Umweltallergien)
Wenn es zu einer Überreaktion (Allergie) kommt, reicht es nicht das Immunsystem "nur" zu stärken. In diesem Fall ist es wichtig, das Immunsystem wieder zu regulieren, also wieder in Balance zu bringen, und die Entzündungen, die sich durch die ständige "Befeuerung" entwickeln, zu hemmen.
Genau hier landen wir wieder im Darm und bei der Ernährung, die der Grundstein für ein gesundes Darmmillieu ist.
Eine regelmäßige, zusätzliche natürliche Unterstützung des Darms hat positive Auswirkungen auf den gesamten Organismus, auf die Gesundheit und das Wohlbefinden.
Ein ausbalanciertes Immunsystem ist auch gleichzeitig ein starkes Immunsystem!!!
Fazit: In bestimmten Situationen sollten wir das Immunsystem unserer Hunde zusätzlich stärken.
Bei einem nicht intakten Immunsystem, das entweder dauerhaft zu schwach oder permanent über reagiert, sollten wir die Balance wieder herstellen.
- Ernährung anpassen oder optimieren ( natürliche Fütterung mit natürlichen Mineralstoffen und Spurenelementen, für eine optimale Bioverfügbarkeit und eine Entlastung der Entgiftungsorgane, wie Leber und Niere)
- Entzündungen hemmen (Omega-3-Fettsäuren und Kurkuma sind optimale Ergänzungen, um stille und "sichtbare" Entzündungen zu regulieren und zu hemmen )
- Darmaufbau & Darmmikrobiom stärken (Die guten Darmbakterien produzieren Botenstoffe, die mit den Immunzellen kommunizieren. Eine gesunde Darmschleimhaut ist der "Wohnort" der guten Darmbakterien und ist das A und O für eine optimale Verdauung und Produktion von Vitaminen.)
- Stress vermeiden ( Oft leichter gesagt als getan, aber hier spielen wir Hundeeltern oft die entscheidende Rolle. Wir übertragen ungewollt unseren Stress, unsere Unsicherheit, unser Unwohlsein auf unsere Lieblinge.
- Thymusdrüse aktivieren ( Hier werden Abwehrzellen geschult und funktionstüchtige Immunzellen entwickelt. Die Thymusdrüse "verkrümmt" im Alter, kann aber trotzdem wieder aktiviert werden und die Funktion des Immunsystems optimieren.)

